Der Ort Fischbach mit Schloß Fischbach
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Das Wappen der Gemeinde
Fischbach bis 1945
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Der Ort Fischbach um 1930. Links die ev. Kirche mit dem barocken Kirchturm und rechts die kath. Kirche. Die Wetterfahne auf dem Kirchturm der kath. Kirche trug die Jahreszahl 1589 und der Kirchturm hatte einen Kranz aus abgerundeten Zinnen. Ganz rechts am Bildrand, hinter dem Giebel des Hauses steht das Schloß Fischbach. (Zoom: Bild anklicken!)
Ein Aquarell vom Ort Fischbach. (Zoom: Bild anklicken!)
Aufnahme aus einem Werbeprospekt, der im Kupfertiefdruck von der Fa. Wilh. Gottl. Korn, Breslau, für den Verkehrsverein e. V. Fischbach i. Rsgb. gedruckt wurde. Unten rechts ist das Schloß Fischbach zu sehen und im Hintergrund die Falkenberge. Ganz links mit dem markanten Felsen der Falkenberg und
daneben der Kreuzberg. In dem Prospekt heißt es u. a.: Ihre strapazierten Nerven finden hier Ruhe und Erfrischung, denn ... in Fischbach gibt es keine Fabriken oder sonstige Industrieniederlassungen. Überall herrscht idyllische Ruhe. Unsere Sommerfrische liegt in einem der schönsten Täler. (Zoom: Bild anklicken!)
Nach 1945 verfiel die evangelische Kirche in Fischbach zur Ruine. Alle drei Aufnahmen vom Mai 2011.
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In dem romantischen Dorf Fischbach hatte der Philosoph und Literaturhistoriker Eugen Kühnemann (Bitte anklicken!) ein Haus für den Sommerurlaub und den Ruhestand erworben. Als Breslau zur Festung erklärt wurde, floh er in sein Haus nach Fischbach. Schmerzlich war für ihn der Verlust seiner großen Bibliothek. All der Bücher, mit denen und aus denen er lebte. Die meisten Fischbacher waren schon in den Westen transportiert worden, als er einsam und verlassen im Mai 1946 in seinem Haus starb. In einem schnell zurechtgezimmerten Sarg wurde er zum Friedhof gebracht. Kein Stein zeigt an, wo er begraben ist. Kühnemann schrieb einst:
Ich sage aus der Tiefe des Herzens: Leben war wundervoll, Leben ist gleich wundervoll in seinem Weh wie in seiner Wonne, in seiner Schuld wie in seinem Gelingen, denn in allem ist Gott.
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Schloß Fischbach vor dem Umbau. (Zoom: Bild anklicken!)
Schloß Fischbach vor dem Umbau, im Hintergrund die Falkenberge. Schloß Fischbach wurde 1822 von Prinz Wilhelm von Preußen, der Bruder von König Friedrich Wilhelm III erworben. Das Schloß war einer der Sommersitze der Hohenzollern und damit der gesellschaftliche Mittelpunkt des Hirschberger Tals.

Ab 1844 wurde das Schloß im Stil der Neogotik umgebaut. Durch Prinz Wilhelms Tochter Elisabeth, Gemahlin des Prinzen Carl von Hessen und bei Rhein gelangte der Adelssitz an das großherzogliche Darmstädter Haus.
Im Schloß Fischbach sind sehr viele bedeutende Persönlichkeiten des damaligen europäischen Hochadels zu Gast gewesen. Im Zweiten Weltkrieg waren viele Kunstschätze des Darmstädter Schloßmuseums im Schloß Fischbach ausgelagert, u. a. die "Darmstädter Madonna" von Holbein. So wurde dieses wertvolle Gemälde beim Brand des Darmstädter Schlosses 1944 vor der Zerstörung bewahrt. Seit 2004 ist das Bild als befristete Leihgabe im Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main.
Blick vom Ort auf das Schloß Fischbach vor dem Umbau. Im Hintergrund der Riesengebirgskamm
mit der Schneekoppe (links). (Zoom: Bild anklicken!)
Der Ort Fischbach, Ölgemälde von Wilhelm Bruecke, 1850. (Zoom: Bild anklicken!)
Schloß Fischbach vor dem Umbau. (Zoom: Bild anklicken!)
Schloß Fischbach nach dem Umbau. (Zoom: Bild anklicken!)
Pflugarbeiten auf dem Feld. Im Hintergrund, hinter den Ochsen, Schloß Fischbach. (Zoom: Bild anklicken!)
Ein Sammelbild von Carl Theodor Mattis über Schloß Fischbach aus Anlaß des Treffens der königlichen Familie in Fischbach im Jahr 1830. (Zoom: Bild anklicken!)
Schloß Fischbach mit Schloßgraben und Brücke, Stahlstich aus dem 19. Jahrhundert. (Zoom: Bild anklicken!)
Schloß Fischbach, Zimmer der Prinzessin Elisabeth, Gouache von E. W. Knippel um 1850. (Zoom: Bild anklicken!)
Der Empfangssaal von Schloß Fischbach.
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Schloß Fischbach, Zimmer der Prinzessin Marianne, Blaues Zimmer genannt, Gouache eines unbekannten Künstlers. (Zoom: Bild anklicken!)
Der Eßsaal von Schloß Fischbach, Aquarell von E. Knippel um 1850. (Zoom: Bild anklicken!)
Die Möbel und Kronleuchter sind nicht mehr vorhanden. Das Schloß wurde nach 1945 ausgeplündert.
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Das Gewächshaus von Schloß Fischbach.
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Blick in das im neogotischen Stil erbaute Gewächshaus von Schloß Fischbach. (Zoom: Bild anklicken!)
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Die gleiche Ansicht von Schloß Fischbach auf einer alten Ansichtskarte. (Zoom: Bild anklicken!)
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Der Innenhof von Schloß Fischbach. (Zoom: Bild anklicken!)
Schloß Fischbach, der letzte Besitzer 1945 war Prinz Ludwig von Hessen und bei Rhein. (Zoom: Bild anklicken!)
Brücke zu Schloss Fischbach, aufgenommen im Frühjahr 2006 von Herrn Ryszard Basta.
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Schloß Fischbach, aufgenommen während einer Radtour durch das Hirschberger Tal im Frühjahr 2006 von Herrn Ryszard Basta. (Zoom: Bild anklicken!)
Über die Brücke durch das Tor geht es in den Innenhof des Schlosses, das von einer romantischen Wildnis umgeben ist und nur von zwei Personen bewohnt wird, die niemand ins Schloß lassen. Die folgenden Aufnahmen wurden alle im August 2007 gemacht.
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Modell vom Schloß Fischbach im Minaturen-Park der niederschlesischen Denkmäler in Schmiedeberg.
Mehr Informationen zu den Schloßmodellen bietet folgende Webseite: www.park-miniatur.com
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Auch Kaiser Wilhelm besuchte in seinen Jugendjahren sehr oft Schloß Fischbach. Mehrmals weilte auch der russische Zar Nikolaus hier. Zu dem Schloß führte eine breite Lindenallee, an der eine neuklassizistische Marmorbank stand, die vermutlich Schinkel entworfen hatte. Vor dem Schloß stand ein evangelisches Bethaus, das 1945 abbrannte, ebenso ist die evangelische Kirche im Ort zerstört. Leider ist beim jetzigen Besitzer des Schlosses ein Betreten der Anlage unerwünscht.

Wenn wir von Fischbach aus wieder links nach Rohrlach abbiegen, haben wir die Falkenberge im Hirschberger Tal umrundet.
Für weitere Informationen empfehle ich den Ausstellungskatalog:

Das Tal der Schlösser und Gärten
ISBN 83-914131-0-1

Niederschlesien im Wandel, Laumann-Verlag, ISBN 3-87466-304-3

Die Baudenkmäler in Stadt und Landkreis Jelenia Góra/Hirschberg
ISBN 83-85033-01-7

Angelika Marsch, „Blick auf das Hirschberger Tal einst und jetzt“, Fundacja Dominium Lomnica, ul Karpnicka 3, 58-508 Jelinia Góra 14,
ISBN 978-83-923979-0-8
Neue Chance für Schloß Fischbach
Das Renaissance-Schloss in Karpniki / Fischbach hat einen neuen Besitzer. Das wertvolle Denkmal wurde von Jacek Masior, Inhaber der Developer-Gesellschaft „Wektor-lnwestycje“ aus Gliwice / Gleiwitz, gekauft. Der neue Besitzer begann sofort mit den ersten Maßnahmen zur Sicherung des Dachstuhls. Das Schloss soll für Besucher zugänglich gemacht werden. Ein stilvolles Hotel mit mehr als zehn exklusiven Appartements ist geplant. Die Investition soll 25 Millionen Zloty betragen. Ein Großteil dieser Investition betrifft allerdings das Gelände in der Nähe des Schlosses. Jacek Masior besitzt dort ca. 140 Hektar Land, dessen Boden wahrscheinlich Thermalwasser enthält. Aus ersten Schätzungen geht hervor, dass in 1.000 Meter Tiefe 70 Grad warmes Wasser fließt.
Wenn es stimmt, so Jaeek Masior gegenüber der polnischen Zeitung “Nowiny Jeleniogórskie“, wird dort ein komfortables Beauty Spa entstehen. Die Investition ist für die nächsten zwei, drei Jahre geplant.
Jacek Masior besitzt fünf Objekte, die in das Denkmalschutzregister eingetragen sind. E verwaltet einen historischen Speicher in Gleiwitz / Gliwice und ein Schlösschen in der Nähe von Gliwice / Gleiwitz. Vor vier Jahren kaufte er auch zwei historische Bürgerhäuser an der Neisse, unweit der Görlitzer Altstadtbrücke, die schon renoviert wurden. Jetzt kommt die Zeit für Schloss Fischbach.
Entnommen aus der August-Ausgabe 2009 von SCHLESIEN HEUTE
Anfang Oktober 2010 besuchte ich das RenaissanceSchloß Fischbach / Karpniki. Unter dem neuen Besitzer, Jacek Masior, geht die Renovierung zügig voran.
War bei meinem letzten Besuch im August 2007 das Schloß vor lauter Wildwuchs kaum noch zu sehen, so hat sich jetzt viel getan. Der Dachstuhl ist gesichert, der See und der Wassergraben, der das
Schloß umgibt, ist ausgebaggert. Die Wildnis aus Sträuchern und Bäumen, die das Schloß fast versteckten, ist verschwunden. Das Gemäuer ist wieder gut zu erkennen und läßt erahnen, in welcher Schönheit das Schloß in ein, zwei Jahren erstraheln wird. Die Restaurierung des Turms geht schon ihrem Ende entgegen. Oben im Turm sind die vergoldeten Ziffernblätter einer Uhr zu erkennen.
Die Uhr im Turm zeigt schon die genaue Zeit an und hat vergoldete Ziffernblätter. (Zoom: Bild anklicken!)
Ansichtskarte vom Schloß Fischbach aus dem Jahr 1910. Eindeutig ist zu erkennen, daß in dem Schloßturm keine Uhr angebracht ist und meines Wissens auch nie eine Uhr im Schloßturm angebracht war.
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Im Innenhof des Schlosses mit gotischen und neogotischen Elementen aus dem 19. Jahrhundert.
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Die Baustelle läßt schon erahnen, wie schön das Schloß in neuer Pracht erstrahlen wird.
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Im Mai 2011 machte ich auf meiner Schlesienreise auch einen Abstecher nach Fischbach. Der Blick über den freigelegten Schloßteich läßt schon erahnen, in welcher Pracht dieses Anwesen als Hotel und Museum in zwei Jahren wieder erstrahlen wird. (Zoom: Bild anklicken!)
Eine schmale Brücke führt an der Ostseite über den Schloßgraben zum ehemaligen Burgeingang mit dem Renaissanceportal. Im Jahr 1993 hatten Diebe versucht, dieses historisch wertvolle Portal des ehemaligen Burgeingangs zu stehlen. Diese Tat wurde verhindert.
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Die restaurierte Tafel aus dem Jahr 1603 über dem ehemaligen Burgeingang. Auf dem Portal ist auch der Name derer von Kantz eingemeißelt. Wahrscheinlich wurde diese Inschrift aus dem Jahr 1603 vom damaligen Besitzer, Christoph Friedrich von Kantz vorgenommen, der das Schloß erweitern und verschönern ließ, da es 1553 durch einen Blitzeinschlag sehr in Mitleidenschaft genommen war. Christoph Friedrich von Kantz hatte das Schloß 1590 von seinem Vater, dem fürstlichen Rat in Liegnitz, Elias von Kantz, geerbt. (Zoom: Bild anklicken!)
Zügig gehen die Bauarbeiten voran. (Zoom: Bild anklicken!)
Freie Sicht auf das Gemäuer. Das Strauchwerk und die Bäume sind zum großen Teil verschwunden.
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Wir verlassen das Schloßgelände und fahren auf der Hauptstraße rechts herum in Richtung Ortsmitte. Vor dem Dominium, das an der rechten Straßenseite liegt, biegt die Hauptstraße links ab und nach einem knappen Kilometer geht es über eine Brücke, die einen Bergbach überquert. Der Bach trägt den Namen: Die Fischbach. Hinter der Brücke geht die Hauptstraße in einer Rechtskurve weiter und wir fahren geradeaus zum versteckt liegenden Eichenschloß, das nur durch ein großes schmiedeeisernes Tor zu erreichen ist.
Bei meinem Besuch im Juni 2013 stellte ich fest, daß Schloß Fischbach mehrere Erkerfenster aus Holz mit Dächern aus Holzschindeln erhalten hat. Dadurch wirkt der Bau sehr elegant. (Zoom: Bild anklicken!)
Kurz vor der Hoteleinweihung ging ich Ende August 2014 über die Brücke durch die mit Messing beschla­gene Tür in den Innenhof von Schloß Fisch­bach und war sehr beeindruckt über die Reno­vierung dieses einst so verwilderten und verkom­menen Schlosses.
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Es ist eine gelungene Restaurierung dieser alten Ho­henzollern-Residenz mit ihren Glasfenstern, den reich­verzierten Decken, den Stuck, die Parkettböden, die Holzvertäfelungen, die Kamine und die Kronleuchter. Das Schloß wird mit Wasser aus heißen Thermalquellen geheizt, die durch eine fast zwei Kilometer tiefe Bohrung erschlossen wurden. (Zoom: Bild anklicken!)
Beeindruckend ist, wie aufwändig der Schloßbesitzer Jacek Masior die Buntglasfenster restaurieren ließ.
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Auf Blogspot.com – Innenansicht
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Die Toreinfahrt zum Eichenschloß in Fischbach. Nur Hotelgäste dürfen dieses Tor passieren. Im Hintergrund der Kreuzberg. (Zoom: Bild anklicken!)
Eine schmale Straße führt durch eine gepflegte Parklandschaft zum Eichenschloß. (Zoom: Bild anklicken!)
Das Eichenschloß ist jetzt ein komfortables Hotel. Das Schloß gehörte u. a. einmal dem Hofmarschall Baron Urlich Saint Paul – Illaire. Er war ein leidenschaftlicher Botaniker und züchtete verschiedene Pflanzen und Blumen. Im schönen Park hatte er einmalige Ableger von Bäumen und Sträuchern, die aus der ganzen Welt zusammengeholt waren.
Sein Sohn, Baron Adalbert Emil Walter Le Tanneux von Saint Paul-Illaire war ein deutscher Kolonialbeamter in Ostafrika und entdeckte dort 1892 in den Usambara-Bergen das Usambaraveilchen, dessen botanischer Name Saintpaulia auf ihn hinweist. Einen Ableger von diesem Veilchen schenkte er seinem Vater in Fisch­bach.
Nach dem Tod von Baron Urlich Saint Paul – Illaire wurde die Parkpflege vernachlässigt. Ab 1933 war Baronin Thea von Wartenberg die Besitzerin. Da sie Österreicherin war, wurde ihr Eigentum nicht be­schlag­nahmt. Als sie 1947 starb erbte ihre Nichte, Anna Aichinger, das Eichenschloß.
Nach dem Tod von Frau Aichinger wurde die Residenz 1998 von ihren Erben verkauft. Der nächste Besitzer begann die Residenz zu renovieren, leider konnte er sein Werk nicht beenden. Erst im Jahre 2005 hat der heutige Besitzer das Eichenschloß in seiner alten Pracht wieder erstehen lassen. (Zoom: Bild anklicken!)

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